Martina Lukits-Wally: Maiennacht

12. März 2017

Maiennacht
© Martina Lukits-Wally

Wie schön war doch die Nacht im Mai,
wie jung Verliebte warn wir zwei,
als abends wir zum See noch fuhren
um neun, das zeigten unsre Uhren.
Die Nacht so still und mild die Luft,
erfüllt von holdem Blütenduft,
kein Mensch zu sehn, allein wir zwei,
wie fühlten wir uns frei, so frei!

Voll Glück ergriff ich deine Hand,
wir liefen auf dem Badestrand
zum Kinderspielplatz, wo verlassen
dort eine Rutsche stand im Rasen,
und plötzlich war’n wir wieder Kind.
Wir rutschten da hinab geschwind
und schaukelten voll Übermut. –
Ach, tat das wieder einmal gut!

Von unserm Lachen aufgeschreckt
zwei Enten flüchteten verschreckt,
dann war’n wir wieder ganz allein,
und Ruhe kehrte in uns ein.
Auch eine Bank am Ufer stand,
wo wir noch saßen Hand in Hand
und fühlten, dass die Maiennacht
uns heute recht viel Glück gebracht,
dass Freude auch an kleinen Dingen
im Leben lässt das Herz erklingen.


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Evelyn Schütz: Mai-Triolett

12. März 2017

Mai-Triolett
© Evelyn Schütz

Ach ist das schön, wie ich mich freu
ich werde ihn genießen
jetzt ist er da, der Monat Mai
es ist so schön, wie ich mich freu
alles grünt und blüht ganz neu
die Knospen werden sprießen
das ist so schön, dass ich mich freu
ich werde es genießen.


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Elsa Drohns: Mai ohne Sonne

11. Mai 2010

Mai ohne Sonne
© Elsa Drohns

Am Morgen geht die Sonne auf,
am Abend geht sie unter.
So ist nun mal der Dinge Lauf,
so geht es rauf und runter.
Doch scheint’s, als ob’s ganz anders sei
in diesem Jahr in diesem Mai.
Trübe, triste Tage nur,
von goldner Sonne keine Spur.
Ein bisschen fahles Tageslicht,
doch die Sonne sieht man nicht.
Drum hoffen wir, dass bald vorbei
der sonnenlose Monat Mai

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Elsa Drohns: April-Mai

9. Mai 2010

April-Mai
© Elsa Drohns

Der Apri, der April
macht doch immer was er will.
Und manches Mal – was ist dabei –
kommt der April auch erst im Mai.
Dann ist es nix mit Maienwonne –
viel Regen, Regen, wenig Sonne.

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Arnd Helsson: Böser Mai

5. Mai 2010

Gedicht – Mai – Wonnemonat – Mai-Gedicht – Monatsgedicht – Maigedicht

Böser Mai
© Arnd Helsson

Du bist mal wieder nass und kalt
und ganz und gar nicht schön.
Warum Du Wonnemonat heißt,
das kann ich nicht verstehn.

Der April war doch so schön
und brachte sehr viel Sonnenschein.
Ich kann Dich wirklich nicht verstehn –
warum musst Du so garstig sein?

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Heidrun Gemähling: Maienblüte

1. Mai 2010

Maienblüte
© Heidrun Gemähling

Auf grünen Füßen
schreitet hurtig der Mai
erobert Wiesen und Wälder
öffnet leise der Blüten Feine
taucht die Welt in satte Farben
kündet so seine Wiederkehr

ergreift der Sonne
Strahlenschein
um ihn zu
liebkosen.

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Heidrun Gemähling: Des Maien Wunder

29. April 2010

Des Maien Wunder
© Heidrun Gemähling

Bunt wie ein Clown
ist das Gesicht
des Frühlings

lacht sich in
sehnende
Herzen
und
haucht
seinen Atem
Wunder beladen
aus dem Verborgenen
in bunte selbstbewusste
begehrliche Schönheiten
die schweigend
ihren Charme
entfalten.

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Leonore Enzmann: Maienträume

29. April 2010

Maienträume
© Leonore Enzmann

Mir träumte von grünen Gestaden,
von Landschaften, lieblich und fein,
von Kindern, die unbeschwert baden,
in sauberen Fluten, im Rhein.

Ich träumte so süße Gedanken,
von lieblichem Vogelgesang,
von einer Welt ohne Schranken,
von Herzen voll Liebe und Dank.

Doch als ich am Morgen erwachte,
da war dieser Zauber vorbei.
Die lieblichen Träume, die brachte
der schelmische Wonnemond Mai.

Der Mai ist ein sanfter Geselle,
er zeigt alles rosa und grün,
lässt sprudeln der Phantasie Quelle
und bringt Illusionen zum blühn.

Ich wünschte, in herrschenden Köpfen,
da nistet sich ein auch der Mai,
bringt Frieden zu allen Geschöpfen.
Verzeiht – die Gedanken sind frei!

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Arnd Helsson: Wonnemonat Mai

8. April 2010

Gedicht – Mai – Wonnemonat – Mai-Gedicht – Monatsgedicht – lustiges Maigedicht – heiteres Gedicht

Wonnemonat Mai
© Arnd Helsson

Der schöne Wonnemonat Mai
trägt im Gepäck so mancherlei.
Saftig fette grüne Wiesen
auf denen bunte Blumen sprießen.
Hummel, Schmetterling und Bien’,
die von Blüt’ zu Blüte zieh’n.
In Baum und Busch und Strauch und Hecken
können Vöglein sich verstecken.
Milde Tage, manchmal heiß,
so dass gar manchem rinnt der Schweiß.
Doch oftmals ist der Mai kein Segen
bringt Donner, Blitz und Dauerregen,
ist ungemütlich, nass und kalt,
dass jeder wünscht es möge bald
zu Ende sein der Monat Mai
und dass der Juni schöner sei.

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