September

16. September 2010

September
© Manfred Schröder

Noch einmal greifst du in die Vollen
und schüttest aus, was Überfluss.
Ich höre schon des Herbstes Grollen;
vom Sommer ich nun scheiden muss!



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Bücherherbst

30. August 2010

Bücherherbst
© Patricia Koelle

In Schwärmen sammeln droben sich die Stare
zum Aufbruch, und in dunklen Schwärmen fliegen
Gedichte und Geschichten durch die Jahre
wo im September sie noch schwerer wiegen.

Mit Wolken drängt mein Lesen in den Norden
wird mit dem Nebel Grenzen überborden.
Ich wünschte meiner Texte Echos hingen
so zart wie Raureif an den kleinen Dingen.

Mit Kranichen ziehn Fragen nach dem Süden
und suchen einen Aufwind sich aus Worten
damit sie nicht im Straßengrau ermüden -
da oben kann der Stadtlärm sie nicht orten.

Mein Denken schleicht still mit dem Frost nach Westen
es sucht dort alles, nur nicht alten festen
betretnen Boden unter seinem Tasten,
so auch kein lässig starr gewordnes Rasten,

denn meine Zeilen treiben mit den Blättern
und auf dem kühlen Morgen weit nach Osten.
Sie bilden sich dort neu auf allen Wettern
daß nicht in ihrem Bau die Sätze rosten.

Wenn Farben schwellen, Sturm und Vogelzug
ist meiner Sprache nichts von Gegenwart genug.
Kein Absatz ruht erfüllt auf dem Papier
und dennoch schreib ich immer wieder – hier.


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11 September

30. August 2010

11. September
© Manfred Schröder

Überm See der Nebel steht;
der Herbst schon Einzug hält.
Kalt ist der Wind, der weht;
das erste Blatt vom Baume fällt.
Doch in New York im Feuersturm,
da fallen schaurig, Turm um Turm.
Wer dieses Fallen Gottlob preist,
hat nur bösen Menschengeist!



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Oktober

28. August 2010

Oktober
© Thomas Mentzel

Nach einem
Herbstgewitter
fliegen die
schlohweißen Wolken
im Azurblau der Unendlichkeit
hoch über die Städte hinweg

anschmiegsam
liebkosend
schmeichelnd

Gerade so
als bitten sie
um Verzeihung
für alles
was ihre
dunkelgrauen Schwestern
den patschnassen Böden
erst kürzlich getan haben


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August

5. August 2010

August
© Evelyn Schütz

Den August nennen manche dumm,
doch keiner weiß genau warum,
schenkt er uns meistens doch mit Wonne,
warme Tage und viel Sonne.

Der Sommer ist jetzt voll im Gange
und es dauert nicht mehr lange,
dann können wir die Früchte greifen,
die im August schon langsam reifen.

Den August daher dumm zu nennen,
ist für mich blind durchs Leben rennen,
lässt er doch Gaumenfreuden sprießen,
die wir im Herbst so gern genießen.


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Juli

6. Juli 2010

Juli
© Claudia Duhonj-Gabersek

Man nehme Kirschen, schwarze, süße,
drei Kugeln Schokoladeneis,
neue Sandalen für die Füße
und draußen sei es mächtig heiß.

Die ersten Vogelkinder lugen
in lichter Höh’ aus ihrem Nest.
Wo sie noch gestern Nacktheit trugen,
ihr Fläumchen sich bewundern lässt.

Fruchtige Last Zweige beschwert,
welch’ Fest in Gelb und Grün und Rot.
Ein Sommer, der noch lange währt,
in dem vergessen alle Not.

Das ist kein Kleckern, sondern Klotzen,
was Mutter Erde da vollführt,
mit ihrer Fülle will sie protzen,
es ist der Juli, den sie kürt.

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Heißer Julitag

6. Juli 2010

Heißer Julitag
© Claudia Duhonj-Gabersek

Heißer Julitag, schon wieder
lässt du meinen Schädel brummen.
Deine Hitze lähmt die Glieder,
selbst die Fliege mag nicht summen.

Erst hast du ja, ganz gewitzt,
gelockt mit dreiundzwanzig Grad.
Jetzt bin ich im Nu verschwitzt,
sofort nach dem kühlen Bad.

Lässt Asphalt im Auge flimmern,
dörrst das letzte Pflützlein aus,
bringst vor Durst mich fast zum Wimmern,
heizt mir ein, sogar im Haus.

Julinacht und kein Entrinnen,
nicht die Spur von Nieselregen,
liegst wie Blei mir auf den Sinnen,
schwitze mich dem Tag entgegen.

Strahlend blauer Julimorgen,
doch mich packt der Sommerfrust.
Langsam mache ich mir Sorgen,
wie heiß wird’s erst im August?

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Juli

26. Juni 2010

Juli
© Evelyn Schütz

Ja, es ist Sommer!
Urlaub winkt!
Lust auf Leben,
Immerdar.

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Juni

3. Juni 2010

Juni
© Evelyn Schütz

Der Juni kommt, die Kälte geht,
das kann man jetzt nur hoffen,
wie hoch das Thermometer steht,
bleibt allerdings noch offen.

In Kalendern stets geschrieben,
bald ist der Sommer da,
Bäume, Sträucher ausgetrieben,
der Himmel blau und klar.

Die Sonne scheint, ein lauer Wind
weht sanft uns um die Ohren,
den Juni liebt ich schon als Kind,
denn da bin ich geboren.

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Juni Brachmond

2. Juni 2010

Juni – Junigedicht – Monatsgedicht – Sonnenwende – Rosenmonat


Brachmond
© Martina Decker

Juno
Du Göttin der Ehe
Beschützerin von Rom
Und Gattin Jupiters
Dir sei er gewidmet
Der Sonnenwendmonat

Segne ihn
mit Rosenblüten
und fruchtbarer Erde.

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Mai ohne Sonne

11. Mai 2010

Mai ohne Sonne
© Elsa Drohn

Am Morgen geht die Sonne auf,
am Abend geht sie unter.
So ist nun mal der Dinge Lauf,
so geht es rauf und runter.
Doch scheint’s, als ob’s ganz anders sei
in diesem Jahr in diesem Mai.
Trübe, triste Tage nur,
von goldner Sonne keine Spur.
Ein bisschen fahles Tageslicht,
doch die Sonne sieht man nicht.
Drum hoffen wir, dass bald vorbei
der sonnenlose Monat Mai

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April-Mai

9. Mai 2010

April-Mai
© Elsa Drohn

Der Apri, der April
macht doch immer was er will.
Und manches Mal – was ist dabei -
kommt der April auch erst im Mai.
Dann ist es nix mit Maienwonne -
viel Regen, Regen, wenig Sonne.

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Böser Mai

5. Mai 2010

Gedicht – Mai – Wonnemonat – Mai-Gedicht – Monatsgedicht – Maigedicht

Böser Mai
© Arnd Helsson

Du bist mal wieder nass und kalt
und ganz und gar nicht schön.
Warum Du Wonnemonat heißt,
das kann ich nicht verstehn.

Der April war doch so schön
und brachte sehr viel Sonnenschein.
Ich kann Dich wirklich nicht verstehn –
warum musst Du so garstig sein?

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Maienblüte

1. Mai 2010

Maienblüte
© Heidrun Gemähling

Auf grünen Füßen
schreitet hurtig der Mai
erobert Wiesen und Wälder
öffnet leise der Blüten Feine
taucht die Welt in satte Farben
kündet so seine Wiederkehr

ergreift der Sonne
Strahlenschein
um ihn zu
liebkosen.

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Des Maien Wunder

29. April 2010

Des Maien Wunder
© Heidrun Gemähling

Bunt wie ein Clown
ist das Gesicht
des Frühlings

lacht sich in
sehnende
Herzen
und
haucht
seinen Atem
Wunder beladen
aus dem Verborgenen
in bunte selbstbewusste
begehrliche Schönheiten
die schweigend
ihren Charme
entfalten.

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Maienträume

29. April 2010

Maienträume
© Leonore Enzmann

Mir träumte von grünen Gestaden,
von Landschaften, lieblich und fein,
von Kindern, die unbeschwert baden,
in sauberen Fluten, im Rhein.

Ich träumte so süße Gedanken,
von lieblichem Vogelgesang,
von einer Welt ohne Schranken,
von Herzen voll Liebe und Dank.

Doch als ich am Morgen erwachte,
da war dieser Zauber vorbei.
Die lieblichen Träume, die brachte
der schelmische Wonnemond Mai.

Der Mai ist ein sanfter Geselle,
er zeigt alles rosa und grün,
lässt sprudeln der Phantasie Quelle
und bringt Illusionen zum blühn.

Ich wünschte, in herrschenden Köpfen,
da nistet sich ein auch der Mai,
bringt Frieden zu allen Geschöpfen.
Verzeiht – die Gedanken sind frei!

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Junimorgen

25. April 2010

Gedicht – Juni – Junigedicht – Junimorgen – Sonne – Blüten – Wärme – Monatsgedicht


Junimorgen
© Claudia Duhonj-Gabersek

Ich grüße dich, du Junimorgen,
kündest mir einen langen Tag.
Gewiss bringst du mir keine Sorgen,
wie sehr ich deine Unschuld mag.

Die Strahlen deiner goldnen Sonne
glänzen im Tau auf grünem Gras,
bringst Mensch und Tier die höchste Wonne,
auf deine Wärme ist Verlass.

Schenkst Frucht, aus Blüten dargeboten,
du hältst, was uns der Mai versprach,
ich sing dein Lied in hellen Noten,
du küsst mir meine Seele wach.



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Aprilwetter 2010

19. April 2010

Gedicht – April – Wetter – Aprilgedicht – Wettergedicht – Aprilwetter – Sonnenschein – Regen – Monatsgedicht – Wetterbericht – Wettermeldung


Aprilwetter 2010
© Arnd Helsson

In diesem Jahr macht’s der April
endlich mal, wie ich es will.
Viel Sonnenschein und wenig Regen
sind ein wahrer Seelensegen.
Nach einem langen harten Winter
freun’ sich die Großen und die Kinder.
Nur eines ist nicht ganz so fein:
Es könnt’ ein bisschen wärmer sein.



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Wonnemonat Mai

8. April 2010

Gedicht – Mai – Wonnemonat – Mai-Gedicht – Monatsgedicht – lustiges Maigedicht – heiteres Gedicht

Wonnemonat Mai
© Arnd Helsson

Der schöne Wonnemonat Mai
trägt im Gepäck so mancherlei.
Saftig fette grüne Wiesen
auf denen bunte Blumen sprießen.
Hummel, Schmetterling und Bien’,
die von Blüt’ zu Blüte zieh’n.
In Baum und Busch und Strauch und Hecken
können Vöglein sich verstecken.
Milde Tage, manchmal heiß,
so dass gar manchem rinnt der Schweiß.
Doch oftmals ist der Mai kein Segen
bringt Donner, Blitz und Dauerregen,
ist ungemütlich, nass und kalt,
dass jeder wünscht es möge bald
zu Ende sein der Monat Mai
und dass der Juni schöner sei.

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April-Duselei

7. April 2010

April-Duselei
© Arnd Helsson

Wenn im April auf allen Wiesen
tausend bunte Blumen sprießen,
wenn der Sonne warme Strahlen
Farben in die Landschaft malen,
wenn Feld und Flur sich über zieh’n
ein dichtes Kleid aus frischem Grün,
ja dann genieß ich voller Wonne
den milden Hauch der Frühlingssonne,
erfreue mich an der Natur,
zieh Stund um Stund durch Feld und Flur,
dann freut mich selbst ein Schauerregen -
für die Natur ein wahrer Segen.

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April Evelyn Schütz

3. April 2010

Gedicht – Monatsgedicht – April – Aprilgedicht – Lyrik – Jahreszyklus – Monate

April
© Evelyn Schütz

April ist, man spürt´s genau
eine ganz besondere Frau.

Was andere wollen, macht sie nicht
schert sich nicht um fremde Wünsche
zeigt uns ein täglich neu Gesicht
mal ungeschminkt und mal mit Tünsche.

Mal mimt sie die Gewitterhexe
verbindet sich mit Eis und Schnee
zeigt kalt die Schulter, wir verharren
und sie lässt uns im Frost erstarren.

Dann kommt sie fröhlich um die Ecke,
als herrlich frische Sommerfee,
öffnet ihr Herz ganz ohne Harm
und hält uns wärmend so im Arm.

Sie jagt den März weit übers Land,
er soll beim Winter bleiben,
sie schaut nach vorn, will bald mit Mai
sich ihre Zeit vertreiben.

Aus ihr wird man nur selten schlau
sie ist und bleibt halt eine Frau.

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April Claudia Duhonj-Gabersek

29. März 2010

Gedicht – Monatsgedicht – April – Aprilgedicht – April-Gedicht – Wetter – Natur

April
© Claudia Duhonj-Gabersek

Kaum habe ich den März gelobt,
mit seiner milden Heiterkeit,
als auch der erste Sturm schon tobt,
es kommt April hereingeschneit.

Zu früh gefreut, mit Hagelkorn
und Blitz zeigt er seine Gewalt.
Unbändig treibt er mich nach vorn,
die Welt ist grau in grau gemalt.

Nein, Sturmgesell, so geht das nicht.
Lass’ Sonnenschein zur Erde dringen,
erst wenn er durch die Wolken bricht,
kann ich auch dir ein Loblied singen.

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